Dolomiten

Vor über 200 Millionen Jahren aus dem Meer entstanden, bieten die Dolomiten heute wie in der Vergangenheit mit ihren spektakulären, hoch aufragenden Gipfeln, mit den riesigen Felsriffen, die sich teils bis zu 1600 Meter über den weichen, welligen Linien der Wälder und der Bergwiesen erheben, einen spektakulären Anblick.

Phänomen wird als „Enrosadira“

Enrosadira

Ein weltweit einzigartiges Kaleidoskop

. Im Verlauf des Tages reagieren die Felswände dank der spezifischen Struktur und Zusammensetzung des Dolomitgesteins auf einzigartige Weise auf die Veränderungen der Lichtverhältnisse. Dieses Phänomen wird als „Enrosadira“ bezeichnet und erfüllt die Dolomiten beim Morgengrauen und beim Sonnenuntergang mit warmen Farben: ein weltweit einzigartiges Kaleidoskop. Das Wandern in diesen Bergen ist ein Erlebnis für Augen und Gemüt, das seit fast zwei Jahrhunderten Touristen, Alpinisten, Schriftsteller und Künstler fesselt.

Dolomiten - Fototeca Trentino Sviluppo S.p.A. - foto Giovanni Cavulli

Was sind das denn für Berge?

Das fragten sich die Engländer Gilbert und Churchill

Das war die Frage, die sich im neunzehnten Jahrhundert die ersten offiziellen Reisenden in den Dolomitentälern stellten, nämlich die Engländer Gilbert und Churchill, und nach ihnen auch Pioniere des Bergsteigens wie Paul Grohmann, John Ball, D. W. Freshfield. Die gleiche Frage stellen sich aber auch viele der heutigen Besucher, die angesichts ihrer Schönheit von ebenso großem Staunen erfasst werden.

Das heutige Aussehen der Dolomiten ist das Ergebnis einer langen, geologischen Entwicklung. Sie bildeten sich vor 270 Millionen Jahren aus einer ausgedehnten Schwemmland-Ebene, die am Golf eines tropischen Meers zwischen Europa und Afrika lag.

Dolomiten - Fototeca Trentino Sviluppo S.p.A. - foto di Angeli

Im Jahr 2009 hat die UNESCO die Dolomiten wegen ihres hohen ästhetischen und landschaftlichen Werts und ihrer wissenschaftlichen Bedeutung auf dem Gebiet der Geologie und der Geomorphologie als Welterbe der Menschheit anerkannt. Es handelt sich um ein komplexes Erbe, sowohl unter geografischen als auch unter administrativen Gesichtspunkten, das heute aus neun Systemen besteht und sich auf 142 Hektar Fläche in 5 Provinzen und 3 Regionen erstreckt.

Die Aufnahme in die Welteberliste der UNESCO bedeutet in erster Linie, „einen äußerst hohen, universalen Wert“ zu besitzen, zu den einzigartigen kulturellen und natürlichen Reichtümern unseres Planeten zu zählen und dafür ein Bezugspunkt für die gesamte Menschheit zu sein.
Ein Jahr später, im Jahr 2010, entstand die Stiftung Dolomiten UNESCO, deren Aufgabe es ist, ein wirksames Management dieses Welterbes zu gewährleisten, dessen nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen den territorialen Stellen zu fördern, die ihr Territorium mit unterschiedlichen Regelungen verwalten.